Erschütterungen in Gräfenberg – Was wurde wirklich gemessen?

Aufgrund zahlreicher Beschwerden wurden im Jahr 2024 Erschütterungsmessungen durch das Landesamt für Umwelt (LfU) durchgeführt – mit aus unserer Sicht ernüchternden Ergebnissen.

Die Fakten:
Die Messungen fanden nur kurzzeitig an wenigen Tagen statt:

·         Am Schelmberg wurde vom 15.05. – 27.05.2024 gemessen

·         In der Heuleithe wurde vom 27.05. – 05.06.2024 gemessen

·         Ein großer Teil dieser Tage fiel in die Pfingstferien und auf Feiertage

·         Am Schelmberg waren die Messgeräte an mehreren Tagen im Obergeschoss defekt

·         Die Messwerte mussten deshalb teilweise geschätzt werden

Besonders kritisch:

·         Am 23.05.2024 wurde von Einwohnern eine starke Erschütterung gemeldet und vom LfU bestätigt

·         Laut LfU kann eine erhebliche Belästigung für Menschen am 23.05.2024 nicht ausgeschlossen werden

·         Das Landesamt schließt jedoch die Steinbruchbetriebe als Verursacher aus! Zitat:
‍ ‍“… Gemäß den Sprengprotokollen der Betreiber fand zu diesem Zeitpunkt keine Sprengung statt …”
‍ ‍“… Die konkrete Ursache dieser Erschütterungseinwirkung ist nicht bekannt …”

Zum Vergleich hier das Tagesprotokoll der seismologischen Messstation in Gräfenberg-Haidhof vom 23.05.2024:

Unser Fazit:
Die Messungen sind nicht ausreichend und nicht repräsentativ, um die tatsächliche Belastung der Anwohner realistisch abzubilden.

Unsere Fragen an die Verantwortlichen:

Wie oft sind Bürgerinnen und Bürger über einen Beobachtungszeitraum von 365 Tagen tatsächlich betroffen? 

Was sind die Ergebnisse, wenn dauerhaft gemessen wird – mit funktionierenden Geräten?

Unsere Forderungen:

·         Einrichtung einer dauerhaften Messstelle

·         Transparente Veröffentlichung aller Messdaten

·         Lückenlose Erfassung statt kurzer Stichproben

Für ein sicheres und lebenswertes Gräfenberg!